Hinweise zur Entlassung

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

der Gesetzgeber hat mit dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) die bisherigen Regelungen zum Entlassmanagement in §39 Abs. 1a SGB V neu gefasst, um die Verzahnung zwischen stationärem und ambulanten Sektor zu verbessern. Die Durchführung des Entlassmanagements ist originäre Aufgabe des Krankenhauses und bildet einen Teil der Krankenhausbehandlung, auf den Sie einen Anspruch haben. Daher werden Sie bei Stationärer Aufnahme befragt werden, ob Sie diese Leistungen in Anspruch nehmen möchten. Natürlich besteht weiterhin immer die Möglichkeit, während des stationären oder teilstationären Aufenthaltes, Ihren Antrag zu ändern. Damit Sie sich im Vorfeld Ihres Aufenthaltes umfassend über das Entlassmanagement der Krankenhäuser informieren können, stehen Ihnen die nachfolgenden Dokumente (Anlage 1a "Worum geht es beim Entlassmanagement?"und Anlage 1b "Einwilligung zum Entlassmanagement") zum Download bereit.

Bevor Sie unser Krankenhaus wieder verlassen, sollten Sie einige Punkte bedenken.

Das Abschlussgespräch

Die Koffer sind gepackt, doch bevor es wieder nach Hause geht haben Sie ein abschließendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Nutzen Sie den Augenblick davor, um zu überlegen, was Ihnen vielleicht noch unklar ist und sprechen Sie den Arzt oder unser Pflegepersonal darauf an:

  • Wissen Sie, wie häufig Sie welches Medikament einnehmen müssen?
  • Wann ist der nächste Termin für eine Nachkontrolle?
  • Müssen Sie bestimmte Verhaltensregeln einhalten?
  • Werden Sie abgeholt?
  • Haben Sie sich auf der Station abgemeldet?
  • Haben Sie ggf. offene Kosten bei der Zahlstelle beglichen?

Krankenhauskosten

Soldaten

Für Soldaten entstehen grundsätzlich keine Kosten. Sie erhalten stationäre Behandlung als Teil der unentgeltlichen truppenärztlichen Versorgung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Rechnungsführer.

Zivilpatienten

Die Pflegekosten werden über Fallpauschalen, Sonderentgelte, Abteilungspflegesätze und einen Basispflegesatz differenziert abgerechnet. Kassenpatienten legen zur Abrechnung mit der Krankenkasse den sogenannten Einweisungsschein vor. Auf diesem Formular hat der einweisende Arzt die Krankenhausbehandlung ärztlich verordnet.

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, zahlt ab dem Beginn der Krankenhausbehandlung einen Eigenanteil an das Krankenhaus. Allerdings höchstens für 28 Behandlungstage innerhalb eines Kalenderjahres. Sollten Sie also in diesem Jahr bereits einmal länger als 28 Tage stationär behandelt worden sein, so sind Sie von der nochmaligen Zahlung dieser Gebühr befreit. Ausdrücklich gewünschte Wahlleistungen, die Ihre Krankenkasse nicht abdeckt, müssen selbst gezahlt werden.

Hilfs- und Unterstützungsangebote

Manchmal kann ein Krankenhausaufenthalt ein ganzes Leben verändern. Wenn Sie das Gefühl haben, diese neue Situation Ihnen über den Kopf wächst, scheuen Sie sich nicht unsere Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes helfen Ihnen bei Antragsstellungen, beruflicher Rehabilitation oder in Rechtsfragen. Auch die Seelsorge oder die Soldatentumorhilfe unterstützt Sie mit der veränderten Situation besser zu Recht zu kommen.