Psychiatrie und Psychotherapie

Unser Arbeitsfeld umfasst die Diagnostik und Behandlung psychischer Probleme und Erkrankungen bei Soldaten.

Dazu stehen uns eine offene Bettenstation und eine Ambulanz zur Verfügung. Notwendige Untersuchungen zur organischen Abklärung von Erkrankungen werden in Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen durchgeführt, beispielsweise Laboruntersuchungen, Kernspintomographie oder Elektroencephalogramme (EEG).

Besonders am Herzen liegen uns Soldaten, die nach einem Auslandseinsatz Probleme haben, sich wieder in den Alltag einzufinden oder die seelische Verwundungen aufweisen. Hier wird ein rascher Aufnahme- oder ambulanter Gesprächstermin vereinbart. Auch Soldaten in akuten Krisen anderer Ursache (z. B. familiäre oder berufliche Probleme) wird ein schneller Termin angeboten.

Die Abteilung kann auf ihrer Station alle psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen behandeln, die keiner geschützten Umgebung bedürfen. Bei einer Alkoholabhängigkeit wird neben ausführlicher organischer Diagnostik eine qualifizierte Entzugsbehandlung mit Motivation zu einer Entwöhnungstherapie durchgeführt. Die Abteilung besitzt suchtmedizinische Expertise.

Die Patienten der somatischen Abteilungen des Bundeswehrkrankenhauses Ulm werden durch die Ambulanz psychiatrisch mitbetreut. Wenn notwendig, findet eine sofortige Krisenintervention statt. Auch die psychotherapeutische Betreuung von Tumorpatienten gehört zu unseren Aufgaben.

Für Soldaten, die in Ulm und Umgebung wohnen, ist die Möglichkeit einer tagesklinischen Behandlung gegeben.

Psychotherapeutische Behandlung

Neben der Einzeltherapie für jeden Patienten bieten wir Gruppentherapie (sowohl ärztlich wie auch pflegerisch geleitet), tägliche Ergotherapie, Musiktherapie sowie Entspannungsverfahren an. Als Abteilung sind wir keiner speziellen Therapieschule verpflichtet. Es stehen Therapeuten mit individuellen Schwerpunkten zur Verfügung. Es werden Techniken der Verhaltenstherapie, der kognitiven Psychotherapie, der Psychodynamischen Psychotherapie und der Gesprächspsychotherapie angewendet.

In der Traumatherapie werden die kognitiv-behavioralen Expositionsverfahren, EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und die Narrative Expositionstherapie angeboten. Neben dem Abteilungsleiter besitzen der leitende Oberarzt und ein psychologischer Psychotherapeut eine traumatherapeutische Zusatzausbildung. Die Facharztkandidaten erwerben diese. Bei besonders schwerwiegenden Erkrankungen, wie Persönlichkeitsstörungen oder aus der Kindheit herrührenden traumatischen Erfahrungen, besteht die Möglichkeit einer Weiterbehandlung in einer der darauf ausgerichteten Fachkliniken, mit denen wir zusammenarbeiten.

Begleitmaßnahmen

  • Ergotherapie
  • Physiotherapie und leichte sportliche Betätigung
  • Sozialberatung
  • Bei Bedarf Unterstützung durch den evangelischen und katholischen Militärseelsorger