Fragen und Antworten zu radioaktiver Strahlung

Häufige Fragen von Patienten und Angehörigen

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung wegen der radioaktiven Strahlung gefährlich?

Nein. Die Strahlenbelastung fast aller nuklearmedizinischen Untersuchungen ist sehr gering und liegt im Bereich der jährlichen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland, zum Teil sogar darunter.

Ein Beispiel: In der nuklearmedizinischen Diagnostik wurden 1998 insgesamt etwa 3,6 Millionen Radionuklidanwendungen durchgeführt. Dies entspricht einer Anwendungshäufigkeit von 44 Untersuchungen pro 1.000 Einwohner (am häufigsten Schilddrüsen- und Skelettszintigraphie). Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl entspricht dies einer jährlichen effektiven Dosis von 0,11 Milli-Sievert (mSv) (Quelle Bundesamt für Strahlenschutz). Die jährliche Strahlenexposition pro Bundesbürger liegt zwischen 1-5 Milli-Sievert (mSv).

Muss ich mit gesundheitlichen Schäden rechnen?

Die verwendeten Radionuklide haben eine kurze Halbwertszeit (HWZ), zerfallen sehr rasch und verursachen keine direkten gesundheitlichen Schäden. Wegen seiner günstigen Eigenschaften und der guten Verfügbarkeit hat sich das Nuklid Technetium-99m in der konventionellen nuklearmedizinischen in-vivo-Diagnostik als optimal herausgestellt und durchgesetzt.

Gibt es gesetzliche Vorgaben?

Wir orientieren uns bei allen Untersuchungen an den Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften und den vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erarbeiteten Referenzaktivitäten.

Wie hoch ist die Strahlenexposition in Deutschland pro Jahr?

Die jährliche Strahlenexposition in Deutschland liegt zwischen 1-5 Milli-Sievert (mSv).