Neurochirurgie

Unser Team bietet das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie an Kopf, Wirbelsäule und peripheren Nerven an.

Die Abteilung Neurochirurgie stellt eine Spezialeinrichtung für die operative Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems dar – dazu gehören das Gehirn und das Rückenmark. Zudem werden Eingriffe an den Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark, an peripheren Nerven durchgeführt.

Daneben arbeiten wir eng mit mehreren Abteilungen des Universitätsklinikums Ulm, besonders mit der Kinderklinik, zusammen. Kinder mit bestimmten Erkrankungen werden primär in unserem Haus operiert. Ältere Kinder können zusammen mit einem Elternteil für neurochirurgische Operationen auf unserer Station aufgenommen werden.

Intraoperative Magnetresonanztomographie

Seit Juni 2013 steht unserer Abteilung ein hochauflösender 3T Magnetresonanztomogramm im Operationssaal zur Verfügung. Hierdurch ist es möglich während des Eingriffes eine aktuelle Kernspintomographie durchzuführen, um bspw. das Ausmaß der Entfernung eines Hirntumores zu beurteilen und gegebenenfalls eine Fortführung der Operation unmittelbar zu ermöglichen.

Mikrochirurgische Operationstechniken

Unsere Operationen werden mit aktuellen mikrochirurgischen Techniken mit einem Operationsmikroskop und dafür besonders entwickelten feinen Instrumenten durchgeführt. In ausgewählten Fällen werden Operationen auch endoskopisch durchgeführt.

Bandscheibenvorfälle

Bandscheibenvorfälle

Bandscheibenvorfälle treten vor allem mit dem Symptom wie dem sog. Ischiasschmerz in Erscheinung und kommen vorwiegend im Lendenwirbelsäulen- und Halswirbelsäulenbereich vor. Die operative Therapie stellt bei uns einen mikrochirurgischen Standardeingriff dar.

Tumorchirurgie

Tumorchirurgie

Die Behandlung von gut- oder bösartigen Hirntumoren stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Mit speziellen Zielgeräten wie der Neuronavigation, werden diese bildgesteuert operativ angegangen und intraoperativ mittels einer 3T Magnetresonanztomografie kontrolliert. Als Teil der Kopfklinik besteht enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Augenheilkunde.

Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Versorgung von Tumoren der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und zur operativen Behandlung von Störungen des Nervenwasserkreislaufes angewandt, beispielsweise der Syringomyelie (Höhlenbildung im Rückenmark) und des Hydrozephalus (Wasserkopf).

Aneurysmen und Angiome

Aneurysmen und Angiome

Hirngefäßmissbildungen, so genannte Aneurysmen und Angiome, können zu Blutungen im Schädelinnenraum, unter Umständen in das Hirngewebe hinein, führen. Diese Zustände sind akut und bedürfen sofortiger Behandlung mit dem Ziel, die Gefäßmissbildung auszuschalten, um erneute Blutungen zu verhindern. Unter Umständen muss dabei auch ein Bluterguss ausgeräumt werden. In enger Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie werden diese Erkrankungen diagnostiziert und behandelt.

Stereotaktische Operationen

Stereotaktische Operationen

Stereotaktische Verfahren kommen beispielsweise bei der Gewebeentnahme tiefliegender Tumoren in Frage. Dabei werden mit Hilfe eines Zielgerätes und mit Unterstützung von Computer- oder Kernspintomographie sowie PET-Bildgebung tiefliegende Hirnbezirke gesteuert punktiert.

Wirbelsäulenverletzungen

Wirbelsäulenverletzungen

Auch werden Knochenbrüche der Wirbelsäule und Zustände operativ behandelt, in dem sich ein Organ ohne Eingriffe von außen immer weiter und mit zunehmender Häufigkeit vom ursprünglichen Zustand entfernt (Instabilitäten).

Bei Patienten mit einer Querschnittslähmung besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Querschnittsabteilung des Rehabilitationskrankenhauses Ulm.

Schädel-Hirn-Verletzungen

Schädel-Hirn-Verletzungen

Bei Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen arbeiten wir eng mit anderen Kopf-Fächern in unserer Kopfklinik zusammen. Oft handelt es sich um akute und komplexe Traumata, die durch diese Struktur schnell und optimal versorgt werden können. Die Fähigkeiten der Kopfklinik sind im süddeutschen Raum einmalig.