Zentrum für Gefäßmedizin

Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt – wir berücksichtigen die Bedürfnisse jedes einzelnen, schneiden die Therapie individuell zu. Nur dann kann unsere Medizin erfolgreich sein.

Das Zentrum für Gefäßmedizin versteht sich als interdisziplinäres Zentrum zur Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen und -verletzungen. Als solches ist unsere Einrichtung durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG), die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) und die Deutsche Röntgen Gesellschaft (DRG) als „interdisziplinäres Gefäßzentrum” zertifiziert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die enge Zusammenarbeit der Sektion Angiologie der Klinik für Innere Medizin, der interkonventionellen Radiologie und der Klinik für Gefäßchirurgie erlaubt ein wohl abgestimmtes, ganzheitliches und auf den Patienten zugeschnittenes Behandlungskonzept unter Nutzung aller modernen Verfahren der Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen.

Unser Ziel ist es, Patienten mit Erkrankungen der Arterien und Venen eine individuell angepasste Therapie zu bieten und so die Heilung zu verbessern und zu beschleunigen. Durch die Organisation im Zentrum für Gefäßmedizin werden unnötige Doppel- oder Mehrfachuntersuchungen sowie ein zeitaufwändiges "Verlegungskarussell" vermieden. Ihre Zeit im Krankenhaus kann so entscheidend verkürzt werden.

Spezialistenteam für optimale Behandlung

Mehrmals wöchentlich treffen sich die Spezialisten der einzelnen Fachgebiete zum Interdisziplinären Gefäßkolloquium. Hier werden alle Behandlungsfälle besprochen und eine gemeinsame Behandlungsstrategie festgelegt. Auch externe Problemfälle können gerne vorgestellt werden um eine Behandlung vorzuschlagen.

Nehmen Sie dazu gerne mit uns Kontakt auf. In der gemeinsamen Angiologisch-Gefäßchirurgischen Visite besuchen wir die Patienten beider Stationen um Therapiepläne festzulegen bzw. den Therapieerfolg zu kontrollieren.

Leistungen der Partner

Bei Gefäßerkrankungen ist meist eine Kombination mehrerer Behandlungsformen notwendig. Dies wird durch eine optimale Koordinierung durch unsere Struktur innerhalb des Gefäßzentrums möglich. Durch die interdisziplinäre Behandlung unserer Patienten durch Ärzte der Gefäßchirurgie und der Inneren Medizin können alle Aspekte der Erkrankung berücksichtigt werden.

Angiologie

Akut- und Langzeitbetreuung von Patienten mit:

  • arteriellen Durchblutungsstörungen (AVK, M. Raynaud)
  • venösen Erkrankungen (Varikosis, Phlebothrombose, Phlebitis)
  • Erkrankungen der Lymphgefäße (Lymphödem, Lymphangitis)
  • Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße
  • Vaskulitiden (Endangitis, Kollagenosen)
  • Angiodysplasien

Diagnostische Leistungen

  • Uni- und bidirektionale Dopplerflussmessung
  • periphere Dopplerdruckmessung
  • Laserdopplerverfahren
  • Messung der arteriellen Ruhedurchblutung
  • Laufbandergometrie
  • akrale Pulskurvenmessung
  • Kapillarmikroskopie
  • farbcodierte Duplexsonografie
  • Venenverschlussplethysmografie
  • Phlebodynamometrie

Konservative Therapie

  • Infusionstherapie mit gefäßaktiven Substanzen und Regulierung der Blutgerinnung
  • Behandlung von Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen durch Medikamente, Diät, Gefäßtraining und Ernährungsberatung

Radiologie

In enger Verbindung mit der radiologischen Abteilung und der Klinik für Gefäßchirugie werden folgende invasive und nichtinvasive Untersuchungen sowie interventionelle Behandlungsverfahren angeboten:

DSA (Digitale Subtraktionsangiographie):
Hierzu wird nach lokaler Betäubung ein kleiner Plastikschlauch (Katheter) in das betroffene Gefäß eingeführt, worüber geringe Mengen Kontrastmittel gegeben werden. Die Beschaffenheit des Gefäßes kann so genau beurteilt werden. Mit dieser Methode können alle Blutgefäße des Körpers detailliert untersucht werden.

MR-Angiographie (Kernspintomographie), CT-Angiographie (Computertomographie): Mit diesen Geräten können die meisten Arterien des Körpers schnell und sicher dargestellt werden, ohne dass hierzu ein Katheter eingebracht werden muss.

Interventionell-radiologische Therapie

  • Erweiterung von Gefäßeinengungen durch eine Ballon-Dilatation (PTA), evtl. mit Einbringung von Gefäßstützen (Stents) in allen Gefäßregionen und künstlichen Gefäßen (Bypass, Dialyseshunt)
  • Auflösung von Blutgerinnseln durch gerinnselauflösende Medikamente, die direkt über einen Katheter in das Gefäß gebracht werden
  • kathetergesteuerter Verschluss von Gefäßmissbildungen (Aneurysma, Angiom) oder akuten Blutungen (unfallbedingte Gefäß- oder Organverletzung, Tumorblutung), z.B. mit Metallspiralen, Gefäßklebstoffen oder Gefäßprothesen (Stents) in allen Gefäßregionen

Gefäßchirurgie

Chirurgische Therapie von/der

  • peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (inkl. Anlage kruraler, pedaler Bypässe)
  • Stenosen (Engen) hirnversorgender Gefäße (Karotis-Stenosen)
  • Aneurysmen der Bauchschlagader (Aortenaneurysma), Eingeweide- und Extremitätenarterien
  • neurovaskulären Kompressionssyndromen
  • Stenosen der Nierenarterien
  • akuten Arterienverschlüssen
  • Gefäßverletzungen

Weitere Behandlungsoptionen:

  • Implantation von Herzschrittmachern
  • Implantation von Port-Systemen/Hickman-Kathetern
  • Implantation Verweilkathetern zur Dialyse
  • Anlage/Korrektur von AV-Shunts zur Hämodialyse
  • Hybrid-Operationen mit Kombination von offener und endovaskulärer Chirurgie