Prostatakarzinom

Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms

  • Hoch auflösende MRT der Prostata und MRT-gestützte Biopsie
  • Potenzerhaltende nervenschonende Operation offen und roboterassistiert
    (da Vinci XI – neueste Generation)
  • Alle Formen der medikamentösen Therapie des Prostatakarzinoms

Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) stellt in der westlichen Welt die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes dar. Bei älteren Patienten gibt es zum Teil sehr wenig aggressive Unterformen, bei denen eine Beobachtung des Tumors ausreichend ist (sog. watchfull-waiting). Gerade bei jüngeren Patienten ist es aber wichtig aggressive Unterformen frühzeitig zu entdecken die einer Behandlung bedürfen. Hierbei spielt die Krebsvorsorge eine entscheidende Rolle. Bei Soldaten findet diese in unserer urologischen Ambulanz statt, ansonsten in der Regel beim niedergelassenen Urologen. Mittels der Tastuntersuchung durch den Enddarm und der Bestimmung des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) im Blut kann sich der Verdacht auf das Vorliegen eines Karzinoms ergeben. In speziellen Fällen führen wir in Kooperation mit der radiologischen Abteilung im Hause MRT Untersuchung der Prostata durch, um auffällige Bereiche in der Prostata zu entdecken. Die Diagnosesicherung findet dann mittels Stanzbiopsie ggf. sogar MRT-gestützt statt.

Bei lokal begrenzten Tumoren, die keine Metastasierung aufweisen, kann eine heilende Therapie durchgeführt werden. Wir bieten im Hause die operative Versorgung an (radikale Prostatovesikulektomie). Diese sowohl konventionell als offene Schnittoperation oder laparoskopisch roboterassistiert mit dem „DaVinci Xi“ Operationssystem. Bei niedrig aggressiven Tumoren kann aber auch eine engmaschige Kontrolle (sog. active-surveillance) bei jüngeren Männern durchgeführt werden.

Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren oder metastasierten Karzinomen wird in der Regel eine Hormontherapie durchgeführt. Hierbei wird die Produktion des männlichen Geschlechtshormons (Testosteron) unterdrückt, da die Krebszellen in der Regel Testosteron zum Wachstum benötigen. Über verschiedene neuere Präparate lässt sich auch bei fortgeschrittenen Tumorstadien heutzutage durch die Hormonmanipulation ein Überleben zum Teil über mehrere Jahre erzielen. Bei Versagen dieser Behandlung ist außerdem noch die Chemotherapie möglich.