Hodentumore

Therapie des Hodentumors

  • Alle operativen Verfahren der Hodentumortherapie
  • Medikamentöse Therapie (Polychemotherapie) des Hodentumors

Hodenkrebs ist eine insgesamt seltene Erkrankung. Dennoch ist sie bei jungen Männern zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr der häufigste Krebs (Blutkrebs ausgeklammert). Es gibt Risikofaktoren wie beispielsweise ein Hodenhochstand in der Vorgeschichte.
Aus unbekannten Gründen steigt die Anzahl an Neuerkrankungen aktuell an. Klassischerweise werden Hodentumore durch die Tastuntersuchung und anschließend durch die Ultraschalluntersuchung und Bluttests aufgedeckt.

Der erste Therapieschritt umfasst die operative Entfernung des Tumors. Falls der gesamte Hoden entfernt werden muss, kann eine sogenannte Hodenprothese aus kosmetischen Gründen eingesetzt werden. Bei einem, auf den Hoden begrenzten Krebsleiden ohne Risikofaktoren ist die operative Versorgung als Therapie ausreichend. Bei Risikofaktoren (großer Tumor, Einwachsen in die Gefäße oder Lymphbahnen) oder bei Absiedelungen muss eventuell eine Chemotherapie oder Bestrahlung durchgeführt werden. Falls nach diesen Therapieschritten noch Resttumoren sichtbar sind schließt sich eine weitere Operation zur Entfernung der Befunde an.
Erfreulicherweise lassen sich Hodentumore hervorragend behandeln und sind in über 95% der Fälle heilbar.

Traditionell weisen die Bundeswehrkrankenhäuser eine hohe Expertise in der Behandlung von Hodentumoren auf. Bei seltenen Krankheitsbildern steigert dies die Behandlungsqualität und die Chance auf eine leitlinienkonforme Therapie enorm.