Bereich Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie hat in unserem Haus mittlerweile Tradition. Hier wird das gesamte Spektrum der offenen und arthroskopischen Verfahren angeboten. Somit reicht das Spektrum von Eingriffen am Vorfuß wie die Hallux valgus Korrektur, über komplexe Rückfußkorrekturen wie beim Plattfuß bis hin zu athroskopischen Eingriffen am oberen Sprunggelenk inklusive Knorpeltherapie.

Die operativen Behandlungen werden je nach Umfang und Größe des jeweiligen Eingriffs sowohl unter ambulanten als auch stationären Bedingungen angeboten. Unsere Fußchirurgen sind von der Gesellschaft für Fußchirurgie (GFFC) zertifiziert. Eine entsprechende Spezialsprechstunde findet jeden Donnerstag statt.

Allgemeines

Die Füße tragen uns durch das Leben. Das Wunderwerk Fuß verfügt je nach Variante über ca. 26 Knochen je Seite, womit die Knochen am Fuß ungefähr einem Viertel der gesamten Knochen des menschlichen Skeletts ausmachen. Der Fuß verfügt über mehr als 100 Bänder und über 20 Gelenke.

Jeden Tag machen wir durchschnittlich 8.000 - 10.000 Schritte und legen damit im Leben ca. 120.000 Kilometer zurück, was einer dreifachen Erdumrundung entspricht.

Kein Wunder das das Konstrukt Fuß als auch das obere und untere Sprunggelenk gerne auch mal ein paar Probleme macht. Manche Probleme sind angeboren oder liegen in einer Überlastungsreaktion begründet. Manche betreffen den gesamten Fuß und andere wiederum nur einen bestimmten Anteil wie den Vorfuß.

Hallux valgus

Eine Hallux valgus Deformität gehört zu den häufigsten Erkrankungen und Fehlstellungen am Fuß überhaupt. Dabei zeigt die Großzehe vermehrt zur zweiten Zehe und kann diese sogar zum Fußrücken oder zum Boden hin verdrängen beziehungsweise zu Krallenzehen der Kleinzehen führen. Die Ursache liegt meist in einem Spreizfuß, der als Bedingung für die Entwicklung eines Hallux valgus gesehen wird.

Auch das westliche Schuhwerk hat sicher seinen Anteil an der Entstehung des Hallux valgus. Bei leichten Ausprägungen kann die Therapie mit Maßnahmen wie Einlagen gut behandelt werden. Reicht diese Therapie nicht mehr aus, so ist eine operative Korrektur möglich. Hier gibt es eine sehr große und auch unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Techniken zur Korrektur. Die Wahl des Verfahrens hängt sowohl vom Ausmaß und von der Art des Hallux valgus aber auch vom Erfahrungsschatz des Operateurs ab. Die häufigsten Eingriffsorte sind Korrekturen am ersten Mittlfußknochen und dem Grundglied der Großzehe.

Plattfuß

Der klassische Plattfuß wird meist Pes planovalgus genannt. Dabei ist das stark vereinfacht, denn es gibt verschiedene Komponenten des Plattfußes. So kann es eine Senk- und einen Knickfuß geben bzw. auch die Kombination aus beidem. Zusätzlich kann ein Spreizfuß vorliegen. Nicht jeder Plattfuß muß operativ korrigiert werden.

Ob eine Operation notwendig ist, hängt von den Beschwerden des Patienten und der Ausprägung der Deformität ab. Die genaue Art der Deformität – der Fehlform – bestimmt auch das operative Vorgehen. Hier sind recht häufig auch Kombinationen aus verschiedenen Eingriffen nötig.

Knorpel

All unsere Gelenke sind von einer 3-4mm dicken Gleitschicht, dem Gelenkknorpel, überzogen. Dieser ist, anders als der übrige Knorpel in unserem Körper, so aufgebaut, dass er über spezielle mechanische Eigenschaften verfügt. Dadurch setzt er die Reibung der Gelenkpartner herab und kann harte Stoßbelastungen gut abfedern.

Die Knorpelschicht selbst ist völlig schmerzunempfindlich, so dass Knorpelschäden erst relativ spät symptomatisch werden. Meistens sind es die auslösenden Verletzungen selbst, die Beschwerden verursachen. Zu diesen zählen unter anderem Instabilitäten des Kniegelenks nach Kreuzbandrissen, Meniskusschäden, O- oder X-Beinfehlstellungen, sowie Übergewicht. Die Verdachtsdiagnose einens Knorpelschadens kann durch ein MRT gestellt werden, gesichert wird sie durch eine Arthroskopie.

undefinedweitere Informationen...