Stimmrehabilitation nach Tumortherapie

Der Verlust des Kehlkopfes bei Kehlkopfkrebs führt für die Patienten zu tiefgreifenden Veränderungen, die die Stimmbildung und Sprache sowie die Lunge betreffen.

Durch die Verwendung spezieller Hilfsmittel wie Stimmprothesen, Tracheostomaventilen und HME (Heat Moisture Exchangern) können Kehlkopflose in weiten Bereichen rehabilitiert werden.

Stimmprothesen, die als Ventil zwischen Luftröhre und Speiseröhre eingesetzt werden, ermöglichen dem Patienten ein normales Sprechen mit einer natürlich klingenden Stimme, bei Verwendung eine automatischen Tracheostomaventils kann die Behinderung fast vollständig kaschiert werden.

Der Einsatz von HME (künstlicher Nasen) vor dem Tracheostoma ersetzt die Filter, Erwärmungs- und Befeuchtungsfunktion der Nase und des Nasenrachens und beugt Lungenerkran- kungen und Leistungsverlusten vor.

Die HNO-Klinik am Bundeswehrkrankenhaus Ulm ist seit mehr als 15 Jahren in der Entwicklung und Forschung mit diesen Verfahren eingebunden und eine der führenden Einrichtungen in der Bundesrepublik.