Unsere Leistungen

In unsrem Hause werden alle gängigen allgemein- und viszeralchirurgischen Operationsverfahren angeboten. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Behandlung von onkologischen Patienten mit Tumoren im Dick- und Enddarmbereich, im Bereich des Magens, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse und der Leber gelegt. Es werden Operationen aus dem Bereich der Narbenbruchchirurgie, der Leistenhernienchirurgie, der Chirurgie der Gallenblase sowie bei gut- und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse angeboten. Operationen zur Behandlung von Sodbrennen und bei Divertikulitis runden unserer Spektrum ab.

Wenn möglich wird in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie nach dem Prinzip der „Schlüssellochchirurgie“ vorgegangen und mit Hilfe einer Kamera und speziellen, feinen Instrumenten durch kleine Öffnungen in der Körperoberfläche, die wir an Stelle großer Hautschnitte anlegen, operiert. In speziellen Fällen können minimalinvasive Operationsverfahren mit dem Operationsroboter der modernsten Generation (DaVinci Xi) durchgeführt werden. Durch minimalinvasive Operationen resultieren für Sie erheblich weniger Schmerz nach der Operation, eine schnellere Genesung, ein verkürzter Krankenhausaufenthalt sowie eine Wahrung der Körperästhetik.

Tumorchirurgie

Große Erfahrung besitzen wir in der Behandlung von bösartigen Erkrankungen des gesamten Verdauungstrakts einschließlich der Speiseröhre, der Leber und der Bauchspeicheldrüse.

Darmzentrum

Einen großen Stellenwert nimmt in unserer Klinik die Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Dickdarms ein. In Deutschland erkranken derzeit rund 70.000 Menschen pro Jahr an Darmkrebs. Diese Erkrankung ist mit 16 % die zweithäufigste Krebserkrankung und mit 12-14 % auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland.

Um unseren Patienten eine optimale Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung gewährleisten zu können, wurde 2010 das Darmzentrum gegründet. Dieses besteht neben der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie aus den Sektionen Gastroenterologie sowie Hämatologie und Internistische Onkologie der Abteilung Innere Medizin des Hauses. Darüber hinaus sind intern die Abteilungen Radiologie und Pathologie sowie extern die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Ulm, die Strahlentherapie-Praxis Radio-Log in Neu-Ulm sowie die Hämato-Onkologische Schwerpunkt-Praxis Ulm Hauptkooperationspartner. Niedergelassene Gastroenterologen sind ebenfalls als feste Kooperationspartner zusammen mit uns tätig.

Da etwa 5 % aller Dickdarmkarzinome erblich bedingt sind, z. B. beim HNPCC-Syndrom oder dem FAP-Syndrom, besteht auch eine enge Kooperation mit dem Institut für Humangenetik der Universität Ulm sowie mit dem Zentrum Familiärer Darmkrebs der Technischen Universität Dresden. Hier können Betroffene sowie deren Familienmitglieder eine genetische Beratung erhalten und ihr Erbgut auf diejenigen Veränderungen hin untersuchen lassen, die häufig eine Darmkrebserkrankung nach sich ziehen.

In der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz wird für jeden Patienten nach fachgebietsübergreifender Expertendiskussion ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf den verbindlichen Leitlinien der Fachgesellschaften basiert. Zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Behandlungsqualität kommt ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 zum Einsatz, dessen erfolgreiche Einführung im Juni 2011 durch den TÜV bestätigt wurde.

Die Struktur des Darmzentrums, die Abläufe, aber auch die Qualität von Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung lassen wir regelmäßig von der Deutschen Krebsgesellschaft überprüfen.

All diese Maßnahmen haben schon jetzt zu einem Behandlungsoptimum bei unseren Patienten geführt. Trotzdem nehmen wir auch an großen nationalen und internationalen Forschungsprojekten teil, um unseren Beitrag am Fortschritt in der Medizin zu leisten.

Koloproktologie

In der Behandlung sämtlicher Erkrankungen und Funktionsstörungen des Dick- und Enddarms wie Hämorrhoiden, Analfissuren, Analfisteln, Veränderungen bei Morbus Crohn, innerem und äußerem Rektumprolaps, Entleerungsstörungen und Inkontinenz liegt ein weiterer Behandlungsschwerpunkt.

Hierbei kommen auch operative Behandlungs¬verfahren wie die Stapler-Hämorrhoidopexie nach Longo, die transanale Rektumresektion (S.T.A.R.R., OP nach Altemeier), die transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) oder die sakrale Neuromodulation (SNM) routinemäßig zum Einsatz.

da Vinci®-Operationsroboter

Roboter-assistierte Operationen werden über kleine Schnitte in der Haut durchgeführt. Durch eine Kamera mit 3D-Sicht in HD-Auflösung mit der Möglichkeit der optischen Vergrößerung hat der Operateur stets eine optimale Sicht auf das OP-Feld.

Operiert wird mit speziellen Instrumenten, welche mehr Freiheitsgrade als die menschliche Hand besitzen. Diese Instrumente sind sehr klein und werden über 8 mm große Zugänge in den Körper eingebracht. In den OP-Roboter integriert befindet sich ein System zur Darstellung von Blutgefäßen. Dieses kann zur Erkennung einer speziellen Durchblutungssituation genutzt werden, ebenso zur Erkennung von Lymphknoten. Durch die optimale Sicht und die kleinen Instrumente kann sehr genau gearbeitet werden und durch den minimal-invasiven OP-Zugang verkürzt sich Ihr Krankenhausaufenthalt und Sie können schneller wieder ins Alltagsleben zurückkehren.

Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie wurde vor einigen Jahren neu aufgestellt und bildet heute in unserer Klinik eine eigene Sektion. Wir haben uns dabei auf die operative Behandlung von Tumoren der Lunge und des Mittelfellraumes spezialisiert, es wird aber das komplette thoraxchirurgische Spektrum abgedeckt.

Traumazentrum

Unsere Klinik ist Mitglied des überregionalen Traumazentrums Ulm und hierbei für die Versorgung von Verletzungen des Bauch- und Brustraums schwerst verletzter Patienten zuständig. Pro Jahr werden in unserer zentralen interdisziplinären Notfallaufnahme ca. 22.000 Patienten und in unserem Schockraum ca. 500 Patienten behandelt.