Herzlich willkommen am
Bundeswehrkrankenhaus Ulm!

 

 

 

„Der Menschlichkeit verpflichtet!“ lautet das Leitmotiv des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Dem Ziel, für unsere Patientinnen und Patienten das aus fachlich medizinischer Perspektive und menschlicher Sicht Beste zu erreichen, wird im Bundeswehrkrankenhaus Ulm mit besonders hoher Motivation, Professionalität und emphatischer Zuwendung gefolgt.

Seit der Einweihung im Januar 1980 ist das Bundeswehrkrankenhaus Ulm mit seinen 19 medizinischen Fachdisziplinen fest in das Gesundheitssystem integriert und steht natürlich auch der Bevölkerung offen.

Als überregionales Traumazentrum und Krankenhaus der Maximalversorgung stehen wir für medizinische Versorgung auf höchsten Niveau - in der Region und weltweit. Modernste computergestützte Operationsverfahren gehören bei uns zum Standard und fortlaufende Innovation zum Selbstverständnis.

Neben einer optimalen Patientenversorgung definiert die exzellente Ausbildung unseres Personals in allen Bereichen unser zentrales Ziel. Nur diese kontinuierliche und breit angelegte Aus-, Fort- und Weiterbildung gewährleistet die erforderliche Einsatzbereitschaft, um unseren Soldatinnen und Soldaten unabhängig vom Einsatzort eine medizinische Versorgung zukommen zu lassen, die im Ergebnis den deutschen fachlichen Standards entspricht.

Die Bereiche Ausbildung und Patientenversorgung mit intensiver und erfolgreicher wissenschaftlicher Forschung zu verbinden, ist der Kernauftrag eines Bundeswehrkrankenhauses. Als akademisches Krankenhaus und enger Kooperationspartner der Universität Ulm wird unser Haus diesem Auftrag in vorbildlicher Weise gerecht.

In der Hoffnung, dass Sie sich bei uns wohl und bestmöglich behandelt fühlen, heiße ich Sie im Namen aller Angehörigen des Bundeswehrkrankenhauses Ulm sehr herzlich willkommen

Ihr

Dr. Jörg Ahrens
Generalarzt
Kommandeur und Ärztlicher Direktor

 

Besucherregelung Bundeswehrkrankenhaus Ulm:

Stand: 10. Mai 2022

Besuche von stationären Patienten und Patientinnen sind grundsätzlich ab sofort wieder möglich.

Es darf sich pro Tag für jeweils eine Stunde ein Besucher bzw. Besucherin bei einem/r Patienten bzw. Patientin im Zimmer aufhalten.

Es sind die vorgegebenen Besuchsmaßgaben (Erfassung, Befragung und Temperaturmessung Leitet Herunterladen der Datei einDok.-Nr. 81127) gültig und werden auf die Besuche angewendet. Der Besucher bzw. die Besucherin (gleiches gilt für betreuende Personen) muss:

  • symptomfrei bzgl. einer COVID-Infektion sein
  • einen aktuellen Antigen-Schnelltest (max. 24h alt) oder PCR-Test (max. 48h alt) vorweisen (eine Testung vor Ort ist nicht möglich)

Besuchszeiten:

  • Montag-Freitag 14.00 - 18.00 Uhr
  • Samstag und Sonntag 14.00 - 18:00 Uhr

Virtueller Rundgang

Aktuelles aus dem Haus

Kriegsopfer aus der Ukraine: So ist das Ulmer Bundeswehrkrankenhaus vorbereitet

 

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm (BWK) ist spezialisiert auf Kriegsverletzungen und wartet auf Opfer aus der Ukraine. Ein Arzt erklärt, welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Bei Kriegsverletzten benötigen Ärztinnen und Ärzte andere Fähigkeiten, als beispielsweise bei Opfern von Verkehrsunfällen. Das ist die Einschätzung von Benedikt Friemert von der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Bundeswehrkrankenhaus Ulm. Bei Verkehrsunfällen oder Stürzen, wie sie im medizinischen Alltag in Deutschland häufig vorkommen, handele es sich um "stumpfe Verletzungen". Betroffen sei die Wirbelsäule sowie der Kopf, es gebe oft auch Blutungen in Zusammenhang mit Verletzungen der inneren Organe.                                                                  

www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/keine-kriegsverletzten-im-bwk-100.html

Oberstarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert von Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Interview mit Prof. Dr. Schmidt und Dr. Dippel

Ulm, 08.02.2021

Können Sie uns bitte daVinci kurz vorstellen?

Schmidt: „daVinci ist weltweit der modernste OP-Roboter. Im Prinzip besteht der Roboter aus drei Einzelteilen: dem Mechanismus am Patienten, der Konsole, an der der Chirurg sitzt und operiert, und dem Endoskopieturm, auf dem das Equipment steht. Der Patient wird weiterhin durch den Chirurgen operiert, allerdings sitzt der Operateur an der Konsole und operiert mit Hilfe des Roboters.“

Dippel: „Der richtige Begriff ist eigentlich Telemanipulationsgerät. In Deutschland arbeitet ein Roboter nach Definition selbstständig. daVinci ist nicht in der Lage, eigenständig zu arbeiten. Er macht nur das, was der Operateur ihm vorgibt, ist also der verlängerte Arm des Arztes.“

Sie haben viele technische Neuerungen am Bundeswehrkrankenhaus begleitet. Wie haben Sie die Einführung von daVinci erlebt?

Schmidt: „Das war für uns ein Quantensprung. Wir haben beide schon lange minimalinvasiv operiert. Ich glaube das ist auch eine gewisse Voraussetzung, um den Sprung zur Robotik zu machen, weil es gewisse Ähnlichkeiten gibt. Der Unterschied für uns zwischen konventioneller Operation und robotischer Operation ist so groß wie zwischen Mittelalter und Gegenwart: Das Handling und die Sicht sind bes- ser. Es ist einfach ein sehr schönes und präzises Operieren.“

Gab es Vorbehalte unter den Kollegen bei der Einführung von daVinci?

Dippel: „Ja, natürlich, auf vielen Ebenen und fächerübergreifend. Der Operateurskreis ist durch die spezifische Schulung auf daVinci kleiner geworden und für viele, wie Pflege und Anästhesie, war die Robotik Neuland. Für uns änderte sich nur das Gerät, doch für die Narkoseabteilung war vieles neu: Der Patient wird anders gelagert und ist nicht mehr wie vorher für die Narkoseärzte zugänglich, weil der Roboter vielleicht im Weg steht. Das war ein langer Prozess des Lernens und des Aufbaus von Vertrauen.“

Schmidt: „Es gibt auch eine Vielzahl von Patienten, die mit dem Wunsch kommen sich mit dem Roboter operieren zu lassen. Wenn die Indikation da ist, dass man mit daVinci arbeiten kann, dann greifen wir natürlich auf das bestmögliche Mittel zurück. Angekommen ist der Roboter auch dahingehend, dass wir beginnen andere Kollegen an die Robotik heranzuführen.“

Warum hat sich die Bundeswehr für daVinci entschieden?

Schmidt: „Die Bundeswehr ist im medizinischen Bereich ein Macher. Die Entscheidung den Roboter zu beschaffen war aus meiner Sicht richtig, denn den Sprung in die moderne Medizin zu verpassen wäre ein großer Fehler gewesen. Wir können eine High-End-Chirurgie anbieten. Wir sind ganz vorne dabei aber verlieren dabei auch nie unsere Ausbildungspflicht aus den Augen.“

Was sind die Vorteile der Operationen mit daVinci für den Patienten?

Dippel: „Durch die schonende und präzisere Operation gibt es kleinere Schnitte. Die Patienten können das Krankenhaus früher verlassen und sind seltener auf den Intensivstationen. Insgesamt kommt es zu weniger Komplikationen durch diese Art der Operation und somit tragen die Patienten auch weniger Folgen einer Behandlung davon.“

Wo liegen die Vorteile für den Chirurgen?

Schmidt: „Es ist ein innovatives Operationsverfahren und die Chirurgen sind ja Leute, die gerne mit moderner Ausstattung arbeiten möchten. Sie haben als Operateur eine perfekte Sicht auf das Geschehen und das dreidimensional und hochaufgelöst – besser, als wenn sie am offenen Bauch operieren. Man sieht Strukturen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Auch das leichte und natürliche Zittern eines Operateurs filtert der Roboter raus.“

Dippel: „Wir haben zwei Konsolen für daVinci, die anteilig Instrumente bedienen könnten. Bei uns operiert ein Chirurg aktiv, während ein weiterer Kollege an der zweiten Konsole lernt. Zudem kann der Arzt an der zweiten Konsole den Operateur unterstützen, indem er zum Beispiel Hinweise auf dem Bildschirm platziert. Es findet eine Interaktion und ein Lernen statt. So können wir Ausbildung – eine Hauptaufgabe der Bundeswehrkrankenhäuser – viel besser betreiben, als wenn ein Auszubildender nur Beobachter ist.“

Welche Risiken gehen von einer Operation mit daVinci aus?

Schmidt: „Aus meiner Sicht gibt es bei der roboterassistierten OP keine anderen Risiken als bei jeder anderen Operation. Es gibt zwar eine gewisse Technikabhängigkeit, aber die kann man bei diesem Produkt vernachlässigen. Wir haben am Bundeswehrkrankenhaus Ulm schon einige hundert Operationen durchgeführt, aber es ist noch nie passiert, dass wir aussteigen mussten, weil die Technik versagt hat. Man verursacht mit dem Roboter keine anderen Schäden als bei einer offenen Operation.“

Dippel: „In der Ausbildung lernt man mit der fehlenden Haptik umzugehen. Es gibt eine visuelle Haptik. Sie achten nicht auf Ihre Hände und ob es einen Widerstand gibt, sondern Sie schauen sich das Gewebe an und sehen wie es zum Beispiel auf Bewegungen oder Zug reagiert.“

Wie stellen Sie sich die Zukunft der Robotik in der Medizin vor?

Schmidt: „Noch mehr minimalinvasiv als gegenwärtig, noch feinere Instrumente, noch weniger Zugänge mit kleineren Schnitten. Ich denke, das wird die Zukunft sein. Dass wir noch nicht am Ende der Entwicklung sind, das ist selbstverständlich.“

Dippel: „Es wird keine Umkehr der Entwicklung mehr geben. Und das aufgrund der technischen Überlegenheit von daVinci. Durch die Dreidimensionalität und die zehnfache Vergrößerung ist es ein medizinischer Quantensprung. Die Instrumente haben die gleiche Beweglichkeit wie die menschliche Hand. All das wird nicht aufzuhalten sein.“

Ulm, 18.09.2020

Die Klinik für Neurochirurgie (Klinischer Direktor: OTA Prof. Dr. Uwe Max Mauer) sowie die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie (Klinischer Direktor: OTA Prof. Dr. Benedikt Friemert) am Bundeswehrkrankenhaus Ulm haben am 07.09.2020 das Zertifikat der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft als Wirbelsäulenzentrum der Maximalversorgung, erhalten. Ein derartiges Zentrum existierte bisher in Baden-Württemberg und auch in Bayern jeweils nur einmal. Insgesamt gibt es deutschlandweit weniger als 30 derartige Zentren.

Ein Wirbelsäulenzentrum der Maximalversorgung ist die höchste Ebene der Versorgung im Rahmen des dreistufigen Zertifizierungskonzeptes. An die Verfügbarkeit und Ausbildung der Mitarbeiter sowie an Material und Geräte werden die höchsten Ansprüche gesetzt. Am Zentrum der Maximalversorgung müssen jährlich über 600 Eingriffe mit einem bestimmten Schwierigkeitsniveau an der Wirbelsäule durchgeführt werden. Es werden Eingriffe höchsten Schwierigkeitsgrades mit dem Einsatz komplexer Techniken an sieben Tagen in der Woche an 24 Stunden am Tag durchgeführt. Es muss aber auch ein breites Spektrum der minimal-invasiven und konservativen Wirbelsäulen-Therapie, wie Injektionstechniken und Physiotherapie angeboten und in ausreichender Zahl durchgeführt werden.

Im Rahmen der Zertifizierung vertritt das Wirbelsäulenzentrum des Bundeswehrkrankenhauses Ulm folgende Schwerpunkte: Verletzungen, Tumorerkrankungen, entzündliche und metabolische Erkrankungen und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Zertifizierung hat eine Gültigkeit von vier Jahren. Danach findet eine Re-Zertifizierung statt.

Video: OP Roboter MAKO

Ulm, 05.07.2020

Tolle Neuigkeiten: Oberstarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert, Klinischer Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, wurde zum kommenden Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie gewählt. Er ist der erste Sanitätsoffizier in diesem Amt.

Wir gratulieren herzlich!

Die Re-Zertifizierung bestätigt das Familienbewusstsein am Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Ulm, 18.06.2020

Voller Stolz präsentieren Oberstarzt Dr. med. Jörg Ahrens, Kommandeur und Ärztlicher Direktor Bundeswehrkrankenhaus Ulm, und die Beauftragte für Beruf und Familie Alexandra Schaten am 18.06.2020 das 2.Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ für das Bundeswehrkrankenhaus Ulm. (©BwKrhs Ulm)

Das Bundeswehrkrankenhaus Ulm setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Als Nachweis für seine familienorientierte und lebensphasenbewusste Personalpolitik erhielt es 2016 erstmals das Zertifikat „audit berufundfamilie“. Es folgte 2019 die erfolgreiche Re-Zertifizierung.

Die Vereinbarkeit von beruflichem Engagement und familiären Belangen stellt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vor steigende Herausforderungen, insbesondere in einem 24 Stunden Krankenhausbetrieb - 365 Tage im Jahr. Entscheidungen zwischen beruflichen und familiären Belangen der Mitarbeiter stehen daher am Bundeswehrkrankenhaus Ulm an der Tagesordnung.

Während die familiäre Verantwortung wie beispielsweise in Aspekten der Kinderbetreuung oder der Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen immer mehr Zeit und Organisation fordert, macht der vorherrschende Fachkräftemangel qualifiziertes Personal immer wertvoller. Als attraktiver Arbeitgeber für rund 1.800 zivile Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Soldatinnen und Soldaten trägt das Bundeswehrkrankenhaus Ulm eine große soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Dieser möchte sich das Bundeswehrkrankenhaus Ulm zukünftig und nachhaltig stellen.

Ziel ist es, den Mitarbeitern eine optimale Balance zwischen Dienst und familiären Belangen zu ermöglichen, Transparenz über vorhandene Angebote zu schaffen und den Beschäftigten unter dem Motto „konstruktive Ehrlichkeit“ individuelle Möglichkeiten, aber auch Grenzen aufzuzeigen. Vorhandene Maßnahmen, wie vielfältige individuelle Arbeitszeitmodelle, Teilzeitbeschäftigung, diverse Angebote im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements oder ein kostenloses Beratungsangebot in sämtlichen sozialen Angelegenheiten für alle Beschäftigten durch den Sozialdienst der Bundeswehr werden transparent gemacht und weiter ausgebaut. Künftig sollen verschiedenste Projekte wie der perspektivische Ausbau von Kinder-betreuungsplätzen in der eigenen KiTa „Villa SanIgel“, die Implementierung einer Lenkungs-gruppe „Beruf und Familie“ zur Verbesserung der Kommunikationskultur und Koordinierung von zukünftigen Maßnahmen oder die Verbesserung der Angebote zur Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen in familiären Notsituationen umgesetzt werden. So soll gewährleistet werden, dass die guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig gebunden und qualifizierte Beschäftigte neu rekrutiert werden können.

Im Re-Zertifizierungsverfahren wurden im Herbst 2019 der Status quo bereits vorhandener Maßnahmen erfasst und in den darauffolgenden Workshops die Bedürfnisse und Wünsche der unterschiedlichen Berufsgruppen ermittelt. Eine verbindliche Zielvereinbarung stellt sicher, dass in den Workshops abgeleitete betriebsindividuelle Maßnahmen in den kommenden drei Jahren praktisch umgesetzt werden. Die Umsetzung wird jährlich von der berufundfamilie Service GmbH überprüft.

In Deutschland sind seit 1998 rund 1.800 Arbeitgeber mit dem branchenübergreifend anerkannten Qualitätssiegel „audit berufundfamilie“ als attraktive Arbeitgeber zertifiziert. Das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiierte audit berufundfamilie bescheinigt die nachhaltige Kompetenz und Initiative des Arbeitgebers im Einsatz für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.